OP des Hallux valgus (Ballenzeh)

Damit ein Fuß mit einem Hallux valgus (Ballenzeh) wieder belastbar, schmerzfrei und ästhetisch wird, ist eine Operation oft unumgänglich. Außerdem gilt: Je stärker die Fehlstellung des Großzeh ausgeprägt ist, desto komplexer ist die Operation. Es ist also sinnvoll, sich rechtzeitig von einem Spezialisten zu den operativen Möglichkeiten beraten zu lassen.

Es gibt über 30 verschiedene OP-Methoden für einen Hallux valgus, das Grundprinzip ist aber insgesamt sehr ähnlich. Zuerst wird der knöcherne Vorsprung am Ballen entfernt, dann das Mittelfuß-Köpfchen durchtrennt, Richtung Kleinzeh verschoben und fixiert. Meistens werden auch Korrekturen an den Kapseln und/oder Muskeln vorgenommen. Der Großzeh ist damit wieder gerade.

 

Nützliche Hinweise
Direkt nach der Operation können Sie gehen, müssen aber für rund 4 Wochen einen speziellen Verbandsschuh tragen, damit das Großzehen-Grundgelenk ruhig gestellt ist.

 
 

Operationen am Fuß

Manche Fuß-Erkrankungen werden eher als lästig weil unästhetisch empfunden, doch manche beeinträchtigen Lebensqualität oder Bewegungsablauf so stark, dass eine Operation unumgänglich ist.

Hier können Sie sich zu den Krankheitsbildern des Fußes kurz und kompakt informieren. In der Praxis betreuen wir Sie natürlich umfassend und individuell.

 

Gelenk-Korrektur bzw. -Versteifung bei Krallenzeh/Hammerzeh

Sind konservative Therapien erfolglos oder der Krallenzeh/Hammerzeh stark ausgeprägt, ist eine Operation mit Korrektur der Fehlstellung sinnvoll. Wir wenden die Operationsmethode nach Hohmann an, bei der das nach oben stehende Köpfchen des Grundzehenknochens entfernt wird und zwar dort, wo sich üblicherweise das Hühnerauge befindet. Alternativ kann – insbesondere am 2. und 3. Zeh – eine Versteifung des Zehen-Zwischengelenks (Arthrodese) in Frage kommen.

 

Nützliche Hinweise
Nach der OP sollte der betroffene Zeh für 2 bis 3 Wochen mit einem Draht oder Pflastern in einer geraden Position fixiert werden. Anschließend kann der Fuß wieder voll belastet werden.

 

OP des Hallux rigidus (Cheilektomie)

Ein Hallux rigidus (Steifer Großzeh) kann anfangs konservativ mit Hyaluron-Injektionen therapiert, meist muss jedoch operiert werden. Bei der Cheilektomie (so der Name der Operationsmethode) werden sowohl die knöchernen Anbauten am Ballen als auch ein Teil des schmerzhaften und steifen Grundgelenkes entfernt. Der ehemals steife Großzeh wird dadurch wieder schmerzfrei und beweglich. Diese Methode hat den Vorteil, dass später erneut auftretende Beschwerden mit einer Arthrodese (Gelenksversteifung) oder Resektionsarthro-Plastik (Entnahme und Neuformung eines Gelenkteils) behandelt werden können.

 

Nützliche Hinweise
Direkt nach der Operation darf und soll der Fuß belastet und bewegt werden, wobei keine Entlastung des Vorfußes nötig ist. Eine Hochlagerung des betroffenen Fußes, Kälteanwendungen sowie entzündungshemmende Medikamente unterstützen die Wundheilung.

 

Band-Naht/-Plastik am Sprunggelenk

Wenn konservative Therapien (wie Stoßwellen-Behandlung, Injektionen mit ACP, Zeel/Traumeel) nach einem Bänderriss nicht zur Heilung führen, können Spezialisten die Bänder nähen bzw. rekonstruieren. Bei dieser Operation können nicht nur Außen- oder Innenbänder genäht, sondern im Rahmen einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) sonstige Begleitverletzungen adressiert und auch freie Gelenkkörper entfernt werden.

 

Nützliche Hinweise
Im Anschluss an die OP wird das Sprunggelenk für 6 Wochen mit einem Spezial-Schuh ruhig gestellt.

OP der Achillessehne

Lässt sich eine chronisch entzündete und verdickte Achillessehne nicht mit Hilfe von konservative Therapien (Stoßwellen-Behandlung, Injektionen mit ACP, Zeel/Traumeel) zufriedenstellend behandeln, kann eine OP in Frage kommen. Hierbei wird der abgestorbene und entzündete Teil der Sehne entfernt.

Wenn die Achillessehne reißt, hilft meist nur noch eine Operation. Dabei geht der Chirurg minimal-invasiv vor, indem er oberhalb des Risses einen kleinen Schnitt macht, durch den er zwei löffelartige Instrumente schiebt. Ein Faden wird dann durch die Haut, den unteren Teil der Sehne und die beiden Instrumente gefädelt. Mit Hilfe der beiden Instrumente wird der Faden mit der Sehne schließlich nach oben gezogen und vernäht.

 

Nützliche Hinweise
Auf die Operation folgt eine rund 6-wöchige Ruhigstellung im Spezialschuh. Danach ist es wichtig, die Wadenmuskulatur zu kräftigen, das Sprunggelenk zu mobilisieren und die Achillessehne vorsichtig zu dehnen.

 

Abtragung unterer/hinterer Fersensporn & Haglund-Ferse

Bei der Operation des unteren Fersensporns wird die Sehnenplatte, die Ferse und Fußballen miteinander verbindet, am Fersenansatz teilweise eingekerbt. Manchmal ist es nötig, einen schmalen Streifen der Sehnenplatte zu entnehmen oder den kompletten Fersenansatz zu durchtrennen.

Bei der Haglund-Deformität und beim hinteren Fersensporn wird der verdickte, störende Knochen abgetragen und Verknöcherungen aus der Achillessehne entfernt.

 

Nützliche Hinweise
Eine lange Beschwerdedauer und starkes Übergewicht können das Ergebnis der Operation ungünstig beeinflussen. Wichtig ist vor allem, sich einem erfahrenen Operateur anzuvertrauen.
 

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